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Nebenkosten des Sexualverkehrs

Monday, September 6th, 2010

Ja, warum schreibe ich den Artikel gerade jetzt? Weil ich gerade meine Steuererklärungen der Jahre 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 soweit fertig gemacht habe. Warum das so ist, ist wohl eine andere Geschichte von viel Arbeit und dem Grundthema: Der Staat schuldet mir Geld!

Wir wollen hier aber über Sex reden, das machen wir zwar nicht, aber wir berühren das Thema mehrmals ;-)

Auf Seite XY der Anweisung zum Ausfüllen eines Formulars, dass ich im Web nirgends auftreiben konnte steht irgendwo in Schriftgröße 6 das Wort Nebenkosten von Irgendwas, ok. Es geht um Marketing und Kundenwerben, mir fällt natürlich spontan eine Szene ein: Berlin vor 3 Jahren.

Setzen Sechs

Die tollen Damen in meinem Leben sind klug und aufmerksam, sie bringen mir immer wieder tolle Sachen bei, wie zum Beispiel in einem spontanen Date nach einer Theateraufführung im Ballhaus Ost in der ich zwei Rollen gespielt habe:

Burgy: “Wie hat es Dir gefallen?”

Junge Dame: “Ne ich war nicht im Theater, ich bin nur so hier in der Theater-Launch zum trinken?”

Mein Onkel (Diplomatenfamilie) verdreht nach einer ätzenden aber gerade noch höflichen Kritik an irgendetwas angesichts meiner Kennnenlernversuche die Augen und stellt die Freundin der jungen Dame schnell meiner gut aussehenden und männlichen Produktionsleitung vor. Alle unterstützen mich fleißig, aber als die Unterstützung nach Hause geht mache ich wieder einmal alles falsch und das, obwohl wir inzwischen alleine in später Nacht sitzen; bis die junge Dame endlich eingreift: “Also das ist alles scheiße, was du da so machst. So wird das nichts mit uns. Wenn du die Nacht mit mir verbringen willst dann müssen wir nochmal anfangen.”

Völlig erstaunt: “Äh, ich habe dich doch gewarnt, dass ich kein Berliner-Profi-Aufreißer bin.”

Junge Dame: “Ich dachte, das ist so ein Spruch, aber, das es so schlimm wird: Also wir fangen bei der Namensnennung an. Nachdem du mir nochmal deinen Namen genannt hast, überlässt du das Gespräch einfach mir, ok, und dann klappt das auch.”

Und es hat geklappt, ich war beeindruckt, nicht nur wie gut sie das kann, sondern nach der Nacht auch von der tollen Beziehung, die wir hatten. Und noch immer bin ich beeindruckt von der tollen Dame, inzwischen eine gute Freundin und Arbeitsgefährtin.

=> Daraus folgere ich: Es ist nicht einfach.

Was kostet Sex

Prinzipiell müsste man der Steuer unterschiedliche Formulare geben.

  1. Eines für Frauen, bei denen die Kosten mehr emotional und oft nach dem Sex, aber auch vor dem Sex anfallen.
  2. Ein anderes Formular für Männer, hier liegen die Kosten ausdrücklich vor dem Sex, in seltenen Fällen in Abhängigkeit von der Dame aber auch ganz massiv in den 30 Jahren nach dem Sex.
  3. Ein drittes Formular würde die erfolglosen Werbekosten erfassen und könnte von Frauen und Männern gleichermaßen ausgefüllt werden, das ist sozusagen der “Overhead”.
  4. Ein Formular würde zusätzlich die psychischen Vorsorge-Kosten und ein anderes die Logistischen Nebenkosten des verschobenen Zeitmanagements und somit der entgangenen Einnahmen sowie Reisekosten bei Fernakquise erfassen.
  5. Natürlich fehlt noch das Formular Spätfolge-Nebenkosten, psychischer (Therapien, Vertrauensverlust, Maßnahmen zum Abbau von Ängsten und Frustrationen) oder physischer Natur (Kinder kann man absetzen, Unterhalt auch, zertrümmerte Wohnungen oder Telefone wollen auch repariert werden)
  6. Formular für Frühschädigungen. Hier kann man eintragen:” Ich drohe ihm, mich umzubringen, wenn er mich nicht liebt.” oder aber “Ich ziehe um und kündige meinen Job, um sie nicht mehr sehen zu müssen.”

=> Daraus folgere ich: Wir haben es mit vielen versteckten Nebenkosten zu tun.

Direkte Nebenkosten des Sexualverkehrs

humanes Weibchen Neben chicken Klamotten kaufen, waschen, duschen, schminken, aussuchen, anziehen noch viel Zeit und viele Fehlversuche fällt auch ein bisschen Geld bei den Weibchen an und mehr Geld bei den unabhängigen Weibchen.  Außerdem geschickte Kommunikation, Fragen, Schutzmauern innerlich und äußerlich in Artikulation, aufsuchen und suchen der richtigen Location und Zeitpunkte.

humanes Männchen Bei den Männern, in die Klamotten fallen, aus der Wohnung raus, Location erfragen, suchen, finden, dann viel Zeit und Geld. Dann Geld und Locationwechsel, Geld und Locationwechsel, etc. ca 5 weitere male, dabei coole Nerven genug Ablehnung und eine aggressive Verteidigungshaltung gegenüber Unterbrechungen und Abwerbungsversuchen:  Denn Frauen sind ebenso unberechenbar für Männer wie Männer für Frauen, Frauen für Frauen und Männer für Männer.

Im Formular sind natürlich alle Angaben verschlüsselt in 3 Buchstaben und zwei bis drei beliebigen Zahlen Codes anzugeben. Außerdem ist alles noch viel komplizierter, denn all die Nebenkosten müssten natürlich von den direkten Kosten für Sex abgegrenzt werden.  Die würden ja auch in einem anderen Formular angegeben werden, hierzu würden beispielsweise Kalorien, Zeit und Materialaufwand sowie andere Betriebs- und Produktionskosten gehören.

=> Daraus folgere ich: Die Komplexität des Gegenstands Nebenkosten des Sexualverkehrs multipliziert mit der Komplexität der Steuer bringt uns nahe ans Unendliche.

Nebenkosten für Sex sind nicht absetzbar

Meine nächste Überlegung war natürlich, dass es gar nicht so schlimm ist, dass Nebenkosten des Sexualverkehrs nicht steuerlich erfasst und berücksichtigt werden. Erstens (1.) sind meine Nebenkosten für Sex erstaunlich gering, jetzt mal so verglichen mit meinen Reisekosten, die echt hoch sind, und zweitens (2.) würde mir das die Romantik nehmen und noch das letzte Stückchen gut bewahrter und bewachter Naivität kosten und drittens (3.) hätte ich dann keine Lust mehr auf Sex, wenn ich danach noch mehr Formulare ausfüllen muss.

=> Daraus folgere ich: Meine Reisekostenabrechnung muss dringend besser werden.

Über die Profijäger

Ja, es gibt sie, auch unter den Frauen und auch unter den Männern, ich habe sie schon gesehen. Der Buchhaltungsaufwand wäre enorm und würde wie jede Steuer jeglichen Rahmen sprengen. Die haben 7 bis 21 Termine die Woche mit 3 bis 5 Optionen, die Leistungselite liegt bei 5 Erfolgen pro Woche. Die besten Manager(innen) erreichen das Ziel 3 bis 7 mal die Woche mit 3 bis 5 Optionen. Tägliche Kosten bei den männlichen Profis liegen etwa bei 80 Euro Highend und 12 Euro Normalbudget pro Tag, bei den Damen zwischen 0 und 12 Euro pro Tag. Etwa 60 bis 120 Lügen werden pro Tag nötig und müssen aus Nachhaltigkeits- und Konsistenz-Gründe alle gemerkt werden. Ohne meist leichte oft auch harte Drogen geht so eine Leistungskarriere nicht; ohne regelmäßige Verhaltenskontrollen und kleinen aber eingeschworenen Freundeskreis und einen sehr guten und günstigen Buchhalter sogar völlig undenkbar.

=> Daraus folgere ich: Erkenne den Profijäger, genieße seine/ihre Aufmerksamkeit und verliebe dich nicht.

Über die Opfer

Können nicht zwischen Lügen und Wahrheit, bzw. Jäger und Beisteher unterscheiden. Glauben mit zunehmender Opfererfahrung gar nichts mehr, auch nicht ihren Gefühlen. Lassen sich aber trotzdem vom Augenblick überwältigen, nutzen jedoch hierbei die wideren Umstände zur Legitimierung jeglicher eigener Entscheidungen, ohne die es ja nun auch nicht geht.

=> Daraus folgere ich: Opfer sein ist auch nicht gut, besser gleich zum Arzt gehen und Gefühle einfrieren lassen?

Eventuell setze ich die Serie fort?

Euer Burgy Zapp

Messebericht Berliner Liste 2009, Sonntag

Thursday, October 1st, 2009

Berlin Kunst-Messe Bericht Berliner Liste & andere Messen: Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag & Schlussbericht


Sonntag . Ja, der Künstlersalon Berlin 15 war legendär und entsprechend anstrengend. Immerhin bin ich kurz vor Ende der Messe am Sonntag, so um 16 Uhr noch in meinem hellblauen Schlafanzug mit blauen Fleur de Lis, einem weißen Schal und einem eleganten Morgenmantel meines Großvaters auf der Messe erschienen. Gerade noch rechtzeitig, um noch ein Bild zu verkaufen.

Sehr viele wiederkehrende Besucher und sehr gute Gespräche haben den letzten Tag der Messe besiegelt.

Kalkulation

Ohne den spontanen Verkauf von vier 1. Originalen und einem 2. Original und den wichtigen Nachverkauf zu berücksichtigen hat die Messe etwa 200 meist sehr gute Leads erzeugt. Die Kosten pro Lead habe ich auf etwa 20 Euro veranschlagt. Weitere Kennzahlen werde ich später veröffentlichen.

Feedback für die Messe Berliner Liste im Vorfeld - verhalten negativ

aus der Sicht eines Ausstellers, der vom Kunst-Betrieb aus auf den Kunst-Markt geht

Mein erster Eindruck der Berliner Liste war eher skeptisch bis verhalten negativ.

Mein Versuch den Künstlersalon Berlin in der Messe Zeitung zu veröffentlichen ist gescheitert (Verhältnis Kunst-Markt / Kunst-Betrieb siehe Link).

Die Messezeitung, in die wahrscheinlich der Löwenanteil des von allen Ausstellern getragenen Marketing-Budgets investiert wurde, repräsentierte nur ca. 1/6 der Messestände, respektive einen noch wesentlich kleineren Anteil der ausgestellten Künstler, nämlich 10. Von ca. 60 der 50 Stände erfuhr der Leser der Messezeitung nur den Namen der Galerie / Soloshow, ohne weitere Daten oder Informationen zu den ausgestellten Künstlern.

Nachdem ich über ansatzweise so viel Messe-Erfahrung wie mein Management verfüge, hat mich die minimale Kooperation beim Marketing auf inhaltlicher Ebene besonders deswegen gestört:

  1. Ich verfüge über ausgezeichnete Presse-Verteiler und eine eigene Redaktion
  2. Der Künstlersalon wäre eine tolle non-kommerzielle Kommunikations-Ergänzung zur kommerziellen Messe-Zeitung gewesen
  3. Ich habe zahlreiche Werbeplattformen im Austausch angeboten mit einer gesamten Reichweite über 8000 Print-Lesern und 10000 digitalen Lesern im Austausch angeboten (Anteil Zielgruppe “Kunst” geschätzt auf 5000)
  4. Meine Recherche kurz vor der Messe hat ergeben, das in Monopol und in der Art nur je ein Beitrag online zur Berliner Liste veröffentlicht wurden.
  5. Die Besucher, die von der Internetseite der Berliner Liste über meinen Eintrag als Aussteller auf meine Seite kamen waren laut Google-Analytics vor der Messe noch weit von der 50 Besucher-Marke entfernt. Und das, obwohl ich ganz oben auf der Liste der Aussteller bei B wie Burgy Zapp Agency gelistet war.
  6. Der PRESSE-TERMIN - Rundgang und Pressekonferenz fand bereits am Morgen des Tages vor der Eröffnung statt. Der Aufbau-Zeitraum für die Aussteller endete erst ca. 24 Std. nach dem Pressetermin - weder für Presse noch für Aussteller ideal. So waren für mich weitere wichtige Pressekontakte zu Beginn der Messe nicht möglich. Angesichts der Vielzahl der Kunstveranstaltungen in Berlin sicher ein schwieriger Termin; besser wäre jedenfalls ein zeitliches Zusammenlegen des Pressetermins mit der Eröffnung gewesen, z.B. Pressetermin gleichzeitig mit dem VIP-Besucher Termin, d.h. einige Stunden vor der offiziellen 18 Uhr-Eröffnung .
Feedback für die Messe Berliner Liste im Rückblick - Positiv

aus der Sicht eines Ausstellers, der vom Kunst-Betrieb aus auf den Kunst-Markt geht

Bereits bei meiner Ankunft zum Standaufbau konnte  ich feststellen, dass die Messe sehr professionell und gut organisiert war. Sowohl die Organisation als auch die Presse-Betreuung durch Goldman PR haben reibungslos funktioniert.

  1. Trotz einer von uns falsch ins Daten-Nirwana verschickten Bestellung zweier zusätzlicher Stellwände konnten diese noch sehr spät und völlig perfekt aufgebaut werden.
  2. Die Verköstigung durch das Coockies Cream Team war überaus hochwertig und lecker und auch für Vegetarier sehr attraktiv.
  3. Die Qualität der Kontakte war sehr gut, viele Sammler, Journalisten und Professoren der Künste waren zugegen und haben tollen und hilfreichen Feedback gegeben.
  4. Die Qualität der Käufer war sehr hoch. Die an Inhalten interessierten Sammler und Käufer haben nicht nur spontan gekauft, sondern auch zahlreiche Zusammenarbeiten mit ihrer Sammlung in Aussicht gestellt.
  5. Die örtliche Location im Stadtplan Berlin war geschickter als die anderer Kunst-Messen.
  6. Die Räumlichkeiten der Messe waren sehr übersichtlich, elegant und großzügig in der Raumaufteilung. So gab es keine gewohnt engen Messegänge, sondern weite Flure bis hin zu ebenso viel Freiraum vor dem Stand, wie der Stand selbst groß war. Das Flanieren, reden im Gang war ebenso toll möglich wie ein spontanes Tennismatch möglich gewesen wähe.
  7. Dank der routinierten Arbeitsweise der Messeveranstalter wurden selbst kurzfristige und komplizierte Anfragen und Bitten um Serviceleistungen sehr schnell und kompetent abgewickelt.
  8. Ticket-Service, selbst bei Fehlplanung durch mich als Aussteller, wurde von der Messe sammlergerecht umgesetzt; sehr erfreulich und gute Basis für entspanntes Kunst-Shopping an meinem Stand.
  9. Obwohl die Spontankäufer sichtlich kleinere Budgets hatten, haben diese nicht nur gerne und aus Leidenschaft gekauft, sondern eine großartige Auswahl getroffen und ihre Neuererwerbungen meiner Werke in eine schöne Umgebung mit viel Bedacht gekauft. Für den Künstler ist dies nicht lebenswichtig aber ganz großartig, wenn seine Werke gut kuratiert in schöner Nachbarschaft hängen.
  10. Die Eröffnungsparty vom Coockies ist zumindest bis OO Uhr ziemlich leer geblieben. Das ist eine Meldung, die unterstreicht wie groß das Interesse an der Kunst war. Denn zu später Stunde waren an meinem Stand noch immer - relativ zur Quadratmeterzahl - weit mehr Besucher als auf der Party. Auch viele andere Aussteller haben mir berichtet, dass das Publikum derart interessiert war, dass sie nicht auf die Party gehen wollten oder nur “kurz mal hochgeschaut haben, um ´nen Cocktail zu holen”. Es ist ein gutes Zeichen wenn das Interesse an den üblicherweise großartigen Coockiepartys geringer ist, als an der Kunst auf einer kommerziellen Kunst-Veranstaltung. Angesichts meines ersten Tages auf dem Kunst-Markt war das ein großartiger Auftakt.
  11. Auch im Kunst-Betrieb konnte ich viele neue Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen, die mein Schaffen als Künstler und mich persönlich in der Zukunft weiter bringen werden.
  12. Die ausstellenden Galerien hatten überdurchschnittlich gute und interessante Werke im Programm. Im Vergleich mit dem Art Forum haben wir in der Besuchermeinung zu 100% besser abgeschnitten (ca. 54 von 54 Feedbacks).
  13. Der Subscriptions-Service für die Presse, die den Künstlersalon und / oder meinen Stand besucht hat, wurde von der Messe sehr professionell abgewickelt.
  14. Mir hat die Messe trotz und gerade wegen der gut 1000 Gespräche an 5 Messetagen persönlich und beruflich sehr gut gefallen.
  15. Der Kompetenzaustausch zwischen den Galerien war offen und produktiv.

Während wir die Nachbearbeitung der Messe noch noch nicht begonnen haben, ist die Messe für mich und meine Burgy Zapp Agency bereits jetzt ein phänomenaler Erfolg gewesen. Die Gesamtinvestitions-Summe von etwa 10-11tsd. Euro für Marktauftritt, Messestand, 6 Bildbände / 1 Katalog, Personal und Pressearbeit im Vorfeld hat sich gelohnt und der ROI (Return Of Investment) wird bereits Ende Oktober erwartet.
. jetzt noch schnell ein bisschen Kunst shoppen .

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