Burgy Zapp Künstler & Schriftsteller
Chief Digital Officer

Von der Sch├Ânheit der Frauen, deren Nutzen und Unnutzen

Wie motiviert ein junger Herr seine Freundin dazu, sich schick anzuziehen ohne sie dabei unter Druck zu setzen. Diese Fragestellung besch├Ąftigt mich seit jeher!

Zun├Ąchst gilt es zu kl├Ąren, warum will der junge Mann – in diesem Fall ich – dass sich seine Freundin sch├Ân und gepflegt anzieht?

Ausgehen
Wir gehen aus, ziehen uns schick an, Mann ist v├Âllig ├╝berrascht, wie sch├Ân die eigene Freundin ist. Neben ihr laufend kommt das Gef├╝hl von Fremde auf, als w├╝rde man sie gar nicht kennen, als habe man einen anderen Menschen vor sich. Ja so viel kann das ├äu├čere ausmachen. Sie hat sich f├╝r die ├ľffentlichkeit zurecht gemacht, w├Ąre man zu-hause geblieben, vielleicht ein bequemer Jogginganzug, eine Jeans aus dem M├╝ll… ├Ąh – aus dem untersten Fach im Kleiderschrank. Ein noch weiterer Pullover ohne Form und nat├╝rlich keine Wimperntusche, nichts h├Ątte sie gemacht. Also stellt man sich die Frage: F├╝r wen hat sie sich so sch├Ân gemacht, doch nicht f├╝r mich, sonst h├Ątte sie sich zu hause ja auch sexy, elegant oder zumindest so angezogen, als w├╝rde sie annehmen, dass es etwas ausmacht. Genau darum geht es.

    Hier haben wir den ersten Grund von M├Ąnnern – in diesem Fall mir: Wertsch├Ątzung meiner Person, jemand macht sich sch├Ân f├╝r mich.

Das Sch├Âne, die kleinen Freuden im Leben
Wie freudlos kann die sch├Ânste Freundin sein, wenn ihr Anblick den bunten und immerzu unpassend drapierten Autos auf der Stra├če gleicht. Eine Beliebigkeit, die keinerlei Freude zu erwecken im Stande ist. Nat├╝rlich freue ich mich ├╝ber meine – eine – die Freundin. Jeder Augenblick mit ihr bereichert mein Leben. Sie ist Teil meines Lebens und einer der angenehmeren. Als K├╝nstler muss ich bemerken, das Auge isst mit, als Psychologe bemerke ich sachlich, das ├äu├čere bestimmt ma├čgeblich die Wahrnehmungsprozesse, nicht nur die sozialen. Als Schriftsteller merke ich verlegen an, ich will auch eine der eleganten, geistreichen, immerzu interessanten Frauen ├╝ber die ich zuweilen schreibe zur Freundin haben. Fazit: Weite Jeans und Pullover sind unansehnlich. = lieblose Kombinationen vermitteln dem Auge des Gegen├╝bers liebloses.

    Hier haben wir den zweiten Grund von M├Ąnnern – in diesem Fall mir: Lebensfreude hervorgerufen durch die Sch├Ânheit und ├ästhetik einer tollen Frau. Ein Geschenk der eigenen Freundin.

Kultur
Wenn ich Theater gespielt habe, ist es vorgekommen, dass ich vor dem Auftritt das Publikum gesehen habe. 50 Menschen in beliebigen Alltags-Klamotten, die ich pers├Ânlich – vor einem Kultur-gepr├Ągten Hintergrund – als komplett under-dressed, selbst f├╝r den Alltag, empfinden w├╝rde (vgl. Interview TV-Doku Theaterspiel). Mir vergeht bereits die Lust zu spielen, jetzt gucke ich genau hin: Dann sitzen da 20 Menschen in v├Âllig unm├Âglichen Jogging-Anz├╝gen, Turnschuhen und totalen Geschmacksverirrungen, sehen teilweise aus wie Amerikaner in ihrem T-Shirt / Unterw├Ąsche & Jeans 0> Turnschuh Look. Vereinzelt sitzen noch 2 bis 3 Damen und Herren in angemessener Bekleidung verstreut im Publikum, sie m├╝ssen sich wahrscheinlich von den Geschmacks-freien und unkultivierten Massen vorwerfen lassen over-dressed herumzulaufen. Na super! Oft hatte ich nach einem Blick ins Publikum keine Lust mehr auf die B├╝hne zu gehen, ich f├╝hle mich nicht wertgesch├Ątzt, nein warum sollte ich f├╝r diese Idioten auf die B├╝hne gehen und mich anstrengen?

Ich selbst trage auch hin und wieder gerne Berliner Look, habe das schon immer gerne gemacht, aber meine Kombinationen und Zusammenstellungen erfreuen mein Umfeld und sind wohl durchdacht abgestimmt. Im allgemeinen aber w├╝rde mir jeder X-Beliebige attestieren, ich sei over-dressed. Das Kompliment muss ich mal zur├╝ck geben: Ihr seid kulturlos, that┬┤s it. That┬┤s the problem.

Warum interessieren sich einige Menschen f├╝r Kultur, und andere nicht. Vielleicht h├Ąngt es von dem Anspruch an sich selbst und seine Umwelt ab, den Anspruch nach dem reichhaltigen Leben, nicht in “Saus und Braus” von Flugzeug zu Flugzeug, sondern die kleinen Dinge: Aufmerksamkeiten seiner Umgebung gegen├╝ber und sich selbst gepflegt wohl zu f├╝hlen. Ich erwarte nicht dieselbe Priorit├Ąt mit anderen zu teilen, aber Toleranz ist wohl f├╝r viele zu viel verlangt. Wenn ich einen Hut trage, werde ich oft angep├Âbelt, ob ich ein Clown sei, ob ich gleich einen Auftritt h├Ątte oder sonst einen Bl├Âdsinn. Ich antworte nein, dann wird verlegen und dumm gelacht und noch d├╝mmere Witze folgen. Ich stehe dar├╝ber, ich kann den gesellschaftlichen Druck des anders Seins und anders Aussehens aushalten, aber es ist eine v├Âllig unn├Âtige Belastung.

    Hier haben wir den dritten Grund von M├Ąnnern – in diesem Fall mir: Mir zumindest f├Ąllt es sehr schwer, die geforderte Toleranz in Fragen von Mode und Kleidung auch meiner eigenen Freundin entgegen zu bringen. Ich will mich nicht f├╝r meine Freundin sch├Ąmen m├╝ssen, das ist mir, vor mir selbst peinlich – ich will mich nicht als intolerant ertappen. Je mehr ich mich aber anstrenge hier toleranter zu werden, desto mehr stelle ich fest, dass es mir ebenso schwer f├Ąllt, wie der von mir erw├Ąhnte P├Âbel, der Fragt ob ich Clown oder Zauberer sei. Toleranz hat auch ein Ende, wenn eine Person eine andere umbringt bin ich auch nicht tolerant und dr├╝cke ein Auge zu.

Sex und Erotik, Liebe und Sex und Liebe und Erotik
Es macht mir mindestens doppelt so viel Spa├č mit einer Frau ins Bett zu klettern, die ich liebe, wie eine Kissenschlacht mit einer anderen. Das selbe kann ich auch ├╝ber sexy W├Ąsche sagen. Von den Frauen, die sich in meinem Leben verfestigt haben und sch├Âne Erinnerungen hinterlassen haben, ist die eine oder andere Erfahrung mit sexy W├Ąsche involviert. Ich habe es verdammt noch mal satt, von einer jungen Dame ein Bussi auf die Backe zu bekommen und gefragt zu werden: “Wollen wir liebe machen” Das ist auch mal sehr sch├Ân, aber nur die wenigsten Frauen besitzen ├╝berhaupt Reizw├Ąsche. Die b├╝rgerlich-bigotte anti Sex Moral verhindert dies anscheinend.

Besonders in Deutschland scheint der Biedermeier noch ein weit verbreiteter Nachname zu sein. Warum k├Ânnen sich Frauen nicht von Zeit zu Zeit mal die M├╝he machen, und die sexy W├Ąsche, die man ihnen schenkt auch mal anziehen? Ein Strumpf ein Strumpfband, ein BH, das sind zwei Minuten. Viele M├Ąnner und Frauen investieren erheblich mehr Energie in das Liebesspiel, die Freuden der Frau / des Mannes, eine Massage, Kuscheln und Streicheln, als der kurze Stopp am Kleiderschrank kosten w├╝rde.

    Hier haben wir den vierten Grund von M├Ąnnern – in diesem Fall mir: Sex und Erotik, Liebe und Sex und Liebe und Erotik

Abschlie├čende und notwendige Relativierung
Nat├╝rlich ist es nicht gut, die Frau, die man liebt unter Druck zu setzen, erst recht nicht wegen einer Nebens├Ąchlichkeit, wie Kleidung, auch wenn diese als sehr wichtig erscheint. Leider bleibt der Erfolg jeglicher motivationaler Bem├╝hungen ohne Druck meist erfolglos. Dennoch glaube ich daran, dass Druck kein faires und der Liebe entsprechendes Mittel ist.

Wenn ich eine Frau w├Ąre, h├Ątte ich auch keine Lust, dreimal am Tag gehetzt zum Spiegel zu eilen, um mich f├╝r meinen G├Âttergatten in Schale zu werfen. Von Zeit zu Zeit denke ich aber, ist dies eine Selbstverst├Ąndlichkeit, und nicht nur f├╝r andere Menschen, als Geschenk und Anerkennung sich selbst und dem Freund gegen├╝ber. Ist diese Motivation nicht vorhanden, sollte man sich fragen, ob etwas christliches Kulturgut einschr├Ąnkend wirkt, man sich selbst oder den anderen nicht liebt? Mit wenig kann bereits viel erreicht werden, eine Verf├╝hrung mit Stil kann weniger aufwendig sein, als gut gemeinte aber unattraktive Anstrengungen. Ein bisschen mehr Selbstbekenntnis zur eigenen Sch├Ânheit kann nicht schaden, vor allem der Beziehung nicht. Letzteres sollte nicht der Grund sein, ich wei├č, und eine Pflicht darf es auch nicht sein, ich auf jeden Fall wei├č es zu sch├Ątzen.

Mit herzlichen Gr├╝├čen an meine, eine, die Freundin

    • Dein / Ihr Burgy Zapp
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